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Bücher
Wiener Sozialreportagen aus den Anfängen des investigativen Journalismus

Die in diesem Band veröffentlichten Sozialreportagen Max Winters bieten eine Reise durch Wien von der Jahrhundertwende bis ins Jahr 1915.
Reich illustriert, zeigen die Texte die Kehrseite des habsburgischen Prunks der Reichshauptstadt: die Obdachlosen, die Elendsquartiere, die wachsende Arbeitslosigkeit. Sie erzählen von Menschen, die sich trotz Arbeit kein menschenwürdiges Dasein (mehr) leisten können. Sie galten als Außenseiter der Gesellschaft, stellten aber die Bevölkerungsmehrheit in der Metropole.
Max Winter wanderte durch »sein« Wien, immer im Gespräch mit den Menschen, die seinen Weg kreuzten, gleichgültig ob beim Bau des Winterhafens oder beim Besuch der Kriegsinvaliden im Prothesenspital.
Buchpräsentation und Musik von Chris 4er Peterka
9. 1. 2012, 18.30 Uhr, AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften, Lesesaal
1040 Wien, Prinz-Eugen-Str. 20-22
Satire ist das Salz des Lebens –
Satire ist die Farbe der Literatur

Manfred Chobot und Gerald Jatzek (Hrsg.)
Schmäh ohne, aber echt
Wiener Satire und Humor aus 100 Jahren
Gebunden, 208 Seiten, zahlreiche Abbildungen, € 19,50
ISBN 978-3-902693-27-3
Beide in Wien geboren, Chobot 1947, Jatzek 1956, sind seit Jahrzehnten tief verankert in der Literatur von Österreichs Bundeshauptstadt. Beide sind in den unterschiedlichsten Genres von der Lyrik, über die Prosa und dramatische Werke bis zum Hörspiel und Feature oder zum Kinderbuch daheim. Beide fühlen sich zum Dialekt ebenso hingezogen wie zur Satire. Beide sind Garanten, dass der von ihnen herausgegebenen Sammlung Wiener satirischer Texte Gattungsgrenzen oder Eingrenzungen fremd sind.
Satire stammt aus dem Lateinischen
und bedeutet eine mit verschiedenen Früchten gefüllte Schüssel,
ein buntes Allerlei.
Manfred Chobot und Gerald Jatzek haben Texte von H. C. Artmann über Beppo Beyerl, Ignaz Franz Castelli, Heli Deinboek, Christian Futscher, Elfriede Gerstl, Fritz Grünbaum, Eva Laber, Christine Nöstlinger, Andreas Okopenko, Amir P. Peyman, Alfred Polgar, Helmut Qualtinger, Karl Kraus, Jura Soyfer und Hugo Wiener bis Helmut Zenker zusammengestellt, die ein Panorama über mehr als 100 Jahre Wiener Satire bieten.
In den Texten spiegelt sich eine Haltung, die von heiterem Spott bis zur düster melancholischen Totaldesillusion reicht. Die Autorinnen und Autoren demonstrieren eine verkehrte Wiener Welt, sie stellen die Deformation von Mensch und Gesellschaft bloß und üben mitunter beißende Kritik an den Zuständen. Dadurch entsteht ein unverwechselbares Mosaik Wiens und der Eigenart dieser Stadt von der Donaumonarchie bis in unsere Gegenwart.