Neuerscheinung
Maria Leitner
Hotel Amerika
Ein Reportage-Roman
Mit einem Vorwort von Ditha Brickwell.
Hrsg., bearb., mit einem biographischem Nachwort von Traude Korosa
Maria Leitners Reportage-Roman „Hotel Amerika“ erschien
erstmals im Jahr 1930.
Ort der Handlung ist das gleichnamige Hotel, ein dreißigstöckiger Wolkenkratzer im New York der 20er Jahre.
Ein Tag hinter den Kulissen eines großen amerikanischen First- Class-Hotels. Hinter dem vordergründig pompösen Glanz des Luxushotels wird der harte Arbeitsalltag des Hotelpersonals sichtbar. Trotz völlig unzureichender Ernährung, verlauster und ärmlicher Quartiere und zum Teil lebensgefährlichen Arbeitsverhältnissen müssen die Menschen froh sein, wenigstens Arbeit zu haben
Unter ihnen ist Shirley. Die junge, hübsche Shirley, die die gewaschene, duftende Wäsche zu den reichen Hotelgästen bringt. Stockauf, stockab, ein Zimmer nach dem anderen, immer lächelnd, immer höflich auch dort, wo sie sich rebellisch zur Wehr setzen möchte. Shirley hat nur einen Wunsch: raus aus dem Dreck, raus aus diesem Elend! Eines Tages wird sie als Gast wiederkommen! Schöngekleidet und ebenso egozentrisch wie die reichen Hotelgäste! Doch der Tag nimmt einen ganz anderen Verlauf und prägt damit Shirleys Zukunft ...
Hardcover, 285 Seiten, € 19,50
ISBN 978-3-902693-39-6

Wiener Reportagen, Band 4
Nachbarn
von Beppo Beyerl
Noch in der Zwischenkriegszeit war es in Wien üblich, in den Kaffeehäusern auch die tschechischen und die ungarischen Zeitungen zu lesen: Schließlich wollte man wissen, was die lieben Nachbarn so treiben.
Damals sprach man von einem magischen Dreieck Wien–Prag–Budapest, das schlussendlich dazu führte, dass die Fußballer, Schauspieler und Kabarettisten in ihrem jeweiligen Städten auf ihrem jeweiligen Metier zur europäischen Sonderklasse aufliefen.
Aber ab 1938 lag in Wien nur mehr der „Völkische Beobachter“ auf den Kaffeehaustischen, und die lieben Nachbarn gehörten auf einmal zur falschen Rasse, mit der man sicherheitshalber nichts mehr zu tun haben wollte.
Auch nach 1945 entstand in Europa ein System, in dem eine einschneidende Grenze dafür sorgte, dass man aus der Wiener Perspektive die Nachbarn von dort drüben langsam aber sicher aus den Augen verlor. Selbst zu den Grenzstädten wie Mikulov und Bratislava waren die Kontakte gekappt.
Nach 1989 sollte ein neues vereintes Europa entstehen. Aber mit neuen Bezügen zu den Bewohnern unserer Nachbarländer im Norden und im Osten scheint es bis heute nicht richtig klappen zu wollen.
Beppo Beyerl sucht in diesem Buch nach alten und neuen Partnern, nach Verbündeten und nach Rivalen jenseits unserer Grenzen. Und er findet so manche Bekannte, aber auch so manches Unbekanntes.
Broschiert, 128 Seiten, zahlreiche Abbildungen, € 10,50
ISBN 978-3-902693-11-2
Satire ist das Salz des Lebens – Satire ist die Farbe der Literatur

Manfred Chobot und Gerald Jatzek (Hrsg.)
Schmäh ohne, aber echt
Wiener Satire und Humor aus 100 Jahren
Beide in Wien geboren, Chobot 1947, Jatzek 1956, sind seit Jahrzehnten tief verankert in der Literatur von Österreichs Bundeshauptstadt. Beide sind in den unterschiedlichsten Genres von der Lyrik, über die Prosa und dramatische Werke bis zum Hörspiel und Feature oder zum Kinderbuch daheim. Beide fühlen sich zum Dialekt ebenso hingezogen wie zur Satire. Beide sind Garanten, dass der von ihnen herausgegebenen Sammlung Wiener satirischer Texte Gattungsgrenzen oder Eingrenzungen fremd sind.
Manfred Chobot und Gerald Jatzek haben Texte von H. C. Artmann über Beppo Beyerl, Ignaz Franz Castelli, Heli Deinboek, Christian Futscher, Elfriede Gerstl, Fritz Grünbaum, Eva Laber, Christine Nöstlinger, Andreas Okopenko, Amir P. Peyman, Alfred Polgar, Helmut Qualtinger, Karl Kraus, Jura Soyfer und Hugo Wiener bis Helmut Zenker zusammengestellt, die ein Panorama über mehr als 100 Jahre Wiener Satire bieten.
ISBN 978-3-902693-27-3