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rechte_ordnung

 

25.10.2014, 17:30 – 17:50 Uhr

Peter Glanninger: DIE RECHTE ORDNUNG
Lesung in Ovalhalle

Eine brutale Attentatsserie erschüttert Österreich und alles deutet darauf hin, dass die größte rechtsextreme Organisation Österreichs dahintersteht – die DAV. Der junge Polizist Paul Koster wird deshalb bei den Neonazis eingeschleust und findet Erschreckendes heraus: Die Attentate zielen darauf ab, eine autokratische Führung im Land zu etablieren. Mit fiktiven Zeitungsartikeln und Pamphleten wird eine dichte Narration gewoben, bei der bis zuletzt offen bleibt, ob Koster ein Opfer der Rechtsextremen wird oder ihre Pläne doch vereiteln kann.



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"Heimkommen"

mit Eva Holzmair

"Heimkommen" erzählt für jeden etwas anderes – da gibt es nicht nur eine Geschichte.

Es werden die großen und kleinen Wendepunkte im Leben von Alten und Jungen, Frauen und Männern ausgeleuchtet, die Verknüpfungen aufgezeigt.

Viele geraten in den Strudel des Zweiten Weltkriegs, werden durcheinandergewirbelt und wieder ausgeworfen.

Ihre Leben berühren sich, ohne dass ihnen die Tragweite ihrer Begegnungen bewusst werden kann.


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Franz Kabelka

Die Muschel
Geschichten von Reisen und Zeitreisen

Ein routinierter Griechenlandurlaub wird plötzlich zum Abenteuer, ein amerikanischer Schriftsteller, lebend in einer zerstörten Zukunftsvision der Erde, sucht nach Antworten. Gespräche mit einem alten Antiquar stimmen sowohl Erzähler als auch Leser nachdenklich, die Episode mit einem jugendlichen Tischnachbarn im Gasthaus und seinen elektrofeindlichen Anwandlungen bringen den Leser wieder zum Grinsen.

„Die Muschel“ besteht aus Erzählungen von (Zeit-)Reisen und böhmischen Miniaturen und ihr sprachliches Geschick stellt jeden Gourmetleser zufrieden: Die kreativen Metaphern, vielschichtig erarbeiteten Charaktere, realistischen Dialoge und ausdrucksstarken Monologe verbinden sich zu einem amüsanten, mitunter bizarr-exotischen Ganzen.


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Rosemarie Philomena Sebek

Er nannte mich Wardi
Ein autobiographischer Roman

Schreiben wird zum Ariadnefaden. Führt – auf der Suche nach der verlorenen Poesie – durch ein Erinnerungslabyrinth.

Die Protagonistin hat viele Namen. Für jeden Lebensabschnitt einen. In malerisch-poetischen Bildern erzählt die Autorin von einer Kindheit und Jugend in Wien. Vom wilden Leben und Treiben der Künstler in den Sechziger Jahren. Sie erzählt von einem Frauenleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Voller Lachen und Weinen. Voller Poesie und hartem Alltagsleben. Von Musik und Stille.

Das Lebensbildnis einer stets hintergründig wirkenden Frau. Zugleich ein Zeitdokument, dessen Bogen sich von 1939 bis 2012 spannt.

Hardcover, 365 Seiten,  € 22,50
ISBN 978-3-902693-48-8


ADA2_cover_400p_3cMaria Leitner

Hotel Amerika
Ein Reportage-Roman

Mit einem Vorwort von Ditha Brickwell.
Hrsg., bearb., mit einem biographischem Nachwort von Traude Korosa

Maria Leitners Reportage-Roman „Hotel Amerika“ erschien
erstmals im Jahr 1930.
Ort der Handlung ist das gleichnamige Hotel, ein dreißigstöckiger Wolkenkratzer im New York der 20er Jahre.

Ein Tag hinter den Kulissen eines großen amerikanischen First- Class-Hotels. Hinter dem vordergründig pompösen Glanz des Luxushotels wird der harte Arbeitsalltag des Hotelpersonals sichtbar. Trotz völlig unzureichender Ernährung, verlauster und ärmlicher Quartiere und zum Teil lebensgefährlichen Arbeitsverhältnissen müssen die Menschen froh sein, wenigstens Arbeit zu haben

Unter ihnen ist Shirley. Die junge, hübsche Shirley, die die gewaschene, duftende Wäsche zu den reichen Hotelgästen bringt. Stockauf, stockab, ein Zimmer nach dem anderen, immer lächelnd, immer höflich auch dort, wo sie sich rebellisch zur Wehr setzen möchte. Shirley hat nur einen Wunsch: raus aus dem Dreck, raus aus diesem Elend! Eines Tages wird sie als Gast wiederkommen! Schöngekleidet und ebenso egozentrisch wie die reichen Hotelgäste! Doch der Tag nimmt einen ganz anderen Verlauf und prägt damit Shirleys Zukunft ...

Hardcover, 285 Seiten,  € 19,50
ISBN 978-3-902693-39-6


978-3-902693-11-2_400p

Wiener Reportagen, Band 4
Nachbarn

von Beppo Beyerl

Noch in der Zwischenkriegszeit war es in Wien üblich, in den Kaffeehäusern auch die tschechischen und die ungarischen Zeitungen zu lesen: Schließlich wollte man wissen, was die lieben Nachbarn so treiben.
Damals sprach man von einem magischen Dreieck Wien–Prag–Budapest, das schlussendlich dazu führte, dass die Fußballer, Schauspieler und Kabarettisten in ihrem jeweiligen Städten auf ihrem jeweiligen Metier zur europäischen Sonderklasse aufliefen.
Aber ab 1938 lag in Wien nur mehr der „Völkische Beobachter“ auf den Kaffeehaustischen, und die lieben Nachbarn gehörten auf einmal zur falschen Rasse, mit der man sicherheitshalber nichts mehr zu tun haben wollte.
Auch nach 1945 entstand in Europa ein System, in dem eine einschneidende Grenze dafür sorgte, dass man aus der Wiener Perspektive die Nachbarn von dort drüben langsam aber sicher aus den Augen verlor. Selbst zu den Grenzstädten wie Mikulov und Bratislava waren die Kontakte gekappt.
Nach 1989 sollte ein neues vereintes Europa entstehen. Aber mit neuen Bezügen zu den Bewohnern unserer Nachbarländer im Norden und im Osten scheint es bis heute nicht richtig klappen zu wollen.
Beppo Beyerl sucht in diesem Buch nach alten und neuen Partnern, nach Verbündeten und nach Rivalen jenseits unserer Grenzen. Und er findet so manche Bekannte, aber auch so manches Unbekanntes.

Broschiert, 128 Seiten, zahlreiche Abbildungen, € 10,50
ISBN 978-3-902693-11-2


Satire ist das Salz des Lebens Satire ist die Farbe der Literatur


Wiener Satire

Manfred Chobot und Gerald Jatzek (Hrsg.)

Schmäh ohne, aber echt
Wiener Satire und Humor aus 100 Jahren

Dass Vielseitigkeit nichts mit postmoderner Beliebigkeit gemeinsam hat, belegt ein Blick auf Leben und Schaffen von Manfred Chobot und Gerald Jatzek.

Beide in Wien geboren, Chobot 1947, Jatzek 1956, sind seit Jahrzehnten tief verankert in der Literatur von Österreichs Bundeshauptstadt. Beide sind in den unterschiedlichsten Genres von der Lyrik, über die Prosa und dramatische Werke bis zum Hörspiel und Feature oder zum Kinderbuch daheim. Beide fühlen sich zum Dialekt ebenso hingezogen wie zur Satire. Beide sind Garanten, dass der von ihnen herausgegebenen Sammlung Wiener satirischer Texte Gattungsgrenzen oder Eingrenzungen fremd sind.

Manfred Chobot und Gerald Jatzek haben Texte von H. C. Artmann über Beppo Beyerl, Ignaz Franz Castelli, Heli Deinboek, Christian Futscher, Elfriede Gerstl, Fritz Grünbaum, Eva Laber, Christine Nöstlinger, Andreas Okopenko, Amir P. Peyman, Alfred Polgar, Helmut Qualtinger, Karl Kraus, Jura Soyfer und Hugo Wiener bis Helmut Zenker zusammengestellt, die ein Panorama über mehr als 100 Jahre Wiener Satire bieten.

In den Texten spiegelt sich eine Haltung, die von heiterem Spott bis zur düster melancholischen Totaldesillusion reicht. Die Autorinnen und Autoren demonstrieren eine verkehrte Wiener Welt, sie stellen die Deformation von Mensch und Gesellschaft bloß und üben mitunter beißende Kritik an den Zuständen. Dadurch entsteht ein unverwechselbares Mosaik Wiens und der Eigenart dieser Stadt von der Donaumonarchie bis in unsere Gegenwart.

Gebunden, 208 Seiten, zahlreiche Abbildungen, € 19,50
ISBN 978-3-902693-27-3